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Publikation vom 19.10.2011

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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2009 Creditreform ZaC-Index: Informationen zum Zahlungsverhalten in Deutschland

Creditreform ZaC-Index - Informationen zum Zahlungsverhalten in Deutschland im Herbst 2009

Verschlechterung auf Jahressicht – in den letzten sechs Monaten aber Seitwärtsbewegung

Neuss, 15.10.2009

Infolge der schlechteren Wirtschaftslage und der schärferen Finanzierungskonditionen kommen die Kunden des Mittelstandes ihren Zahlungsverpflichtungen schleppender nach als vor einem Jahr. Lieferanten und Leistungserbringer müssen häufiger und mehr Forderungen ausbuchen als vor Ausbruch der Wirtschaftskrise. Der Creditreform ZaC-Index (ZaCX), der das Zahlungsverhalten anhand regelmäßiger Unternehmensbefragungen und den Daten des Creditreform Zahlungserfahrungspools zu einem Indikator zusammenfasst, büßt gegenüber dem Vorjahr 2,1 Zähler ein und notiert bei 63,7 von 100 möglichen Punkten.

Schlechtere Noten für das Kundenzahlungsverhalten als 2008 – jeder Achte erleidet Forderungsausfälle

Die von Creditreform befragten 4.000 mittelständischen Unternehmen bewerten das Zahlungsverhalten ihrer Kunden schlechter als im Vorjahr. Vier von zehn Unternehmen (39,4 Prozent) schätzen die Zahlungsweise der Auftraggeber mit sehr gut oder gut ein, nachdem es im vergangenen Jahr noch 45,9 Prozent waren. 6,2 Prozent der Unternehmen machen überwiegend schlechte Zahlungserfahrungen. Der Saldo aus guten und schlechten Noten notiert bei +33,2 Punkten (Vorjahr: +40,5).

Jeder achte Mittelständler (13,2 Prozent) musste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von mehr als einem Prozent seines Jahresumsatzes als Verlust ausbuchen (Vorjahr: 9,8 Prozent). Gleichzeitig blieb gut die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) ohne uneinbringliche Außenstände (Vorjahr: 58,9 Prozent). Eine Drei-Viertel-Mehrheit der Unternehmen (74,6 Prozent; Vorjahr: 77,8 Prozent) berichtet, dass die Kunden spätestens nach 30 Tagen ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Zulieferer und Unternehmensdienstleister mit schlechteren Zahlungserfahrungen

Von Verschlechterungen beim Kundenzahlungsverhalten berichten derzeit vor allem Wirtschaftsbereiche, die für Exportwirtschaft und Industrie arbeiten und als Dienstleiser für gewerbliche Kunden tätig sind. So bewerten Unternehmen aus der Metall- und Elektrobranche (67 Punkte; Vorjahr: 79 Punkte), Unternehmensdienstleister (69; Vorjahr: 73) sowie Verkehrs- und Logistikbetriebe (66; Vorjahr: 72) die Zahlungsweise ihren Kundschaft mit teilweise deutlich schlechten Noten als im Herbst des vergangenen Jahres. Besser bzw. unverändert sind die Zahlungserfahrungen der konsumnahen Dienstleister (70; Vorjahr: 67), der Konsumgüterhersteller (74; Vorjahr: 69) sowie der Bauunternehmen (71; Vorjahr: 71).

Große regionale Unterschiede

Im Zahlungserfahrungspool von Creditreform (ZaC) liegen derzeit rund 80 Millionen Zahlungsbelege zu 1,7 Millionen Debitoren vor. Die Auswertung diese Zahlungserfahrungsdaten aus den zurückliegenden sechs Monaten zeigt: Bereits überfällige Rechnungen bleiben im Durchschnitt 14,47 Tage über dem eigentlichen Zieldatum. Dabei werden Waren im Werte von weniger als 100 Euro mit einer Verzögerung von durchschnittlich 15,09 Tagen schleppender bezahlt als größere Rechnungssummen. Ab 1.000 Euro Warenwert beträgt die Überfälligkeit durchschnittlich 13,55 Tage.

Beim Zahlungsverhalten existieren teilweise große regionale Unterschiede: Die größten Zahlungsverzögerungen wiesen im 2. Quartal 2009 Berliner Unternehmen auf (16,41 Tage). Am schnellsten kamen Unternehmen aus Schleswig-Holstein (12,78 Tage) und Bayern (12,87 Tage) ihren Zahlungsverpflichtungen nach. Unter den besten sechs deutschen Ländern finden sich auch Mecklenburg-Vorpommern (13,87 Tage) und Sachsen (14,13 Tage).

Die vollständige Fassung des ZaC-Index kann rechts unter Downloads heruntergeladen werden. Die zukünftigen Ausgaben können direkt hier kostenlos abonniert werden. Die nächste Ausgabe erscheint im Mai 2010.

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ZaC-Index, Herbst 2009 - Presseinformation
(PDF, 110 KB)
ZaC-Index, Herbst 2009
(PDF, 577 KB)
 
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